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Dem Hochbau droht in Niedersachsen das Aus

(4.12.2002) Die statistischen Daten für das Bauhauptgewerbe in Niedersachsen zeichnen für die ersten drei Quartale 2002 weiterhin ein dunkles Bild für die Lage der Bauwirtschaft. Die Bauproduktion ist in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum nochmals um 7,1 Prozent zurückgegangen. Alle Sparten des Hoch- und Tiefbaus sind hiervon betroffen.

Die Zahl der Auftragseingänge ging weiter zurück, und zwar um 3,1 Prozent. Lediglich der Tiefbau konnte dank eines deutlich erhöhten Auftragseinganges im gewerblichen Tiefbau eine Auftragssteigerung um 2,9 Prozent verzeichnen. Besonders schlecht sind die Zahlen dagegen für den gewerblichen Hochbau: hier müssen die Unternehmen einen drastischen Rückgang der Auftragseingänge um 11,1 Prozent verkraften.

Mit einer Besserung der Baukonjunktur ist in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Besonders schlecht stellen sich die Zukunftsprognosen für den Bereich des Wohnungsbaus dar, wo die Zahl der Baugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,7 Prozent zurückging. Betroffen ist hiervon vor allem der Mehrgeschosswohnungsbau mit einem Minus von 32,6 Prozent. Ein Rückgang der Baugenehmigungen ist aber nicht nur im Bereich der Wohngebäude festzustellen, sondern auch bei den übrigen Gebäuden, bei denen er mit 18 Prozent noch stärker ausfällt. Insbesondere öffentliche Bauherren sind für diesen dramatischen Rückgang um fast ein Fünftel verantwortlich; hier wurden 21 Prozent weniger Baugenehmigungen erteilt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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