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Bundesverband der Freien Berufe (BFB) fordert: Keine Gewerbesteuerpflicht für Freie Berufe

(11.10.2002) Zu den Presseveröffentlichungen und Forderungen des Bundesministeriums der Finanzen, Freie Berufe in die Gewerbesteuer einzubeziehen, erklärt der Bundesverband der Freien Berufe (BFB), dass Freiberufler kein Gewerbe ausüben und deshalb schon tatbestandlich nicht zu dieser Steuer herangezogen werden können.

Es liegt auf der sich abzeichnenden Linie der sozialdemokratisch-grünen Bundesregierung, zusätzliche Belastungen in die Debatte zu werfen.

Der Bundesverband der Freien Berufe erinnert daran, dass die Freiberufler seit über fünf Jahren bereits eine Kompensation für die Gewerbesteuerfreiheit auf Grund der unterschiedlichen Spitzensteuersätze bei der Besteuerung von Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften bezahlen. Zumindest diese Kompensationsregel muss aufgehoben werden, wenn eine Mehrbelastung (rechtswidrig) vermieden werden soll.

Die Freien Berufe sind in Deutschland der letzte Wirtschaftszweig, der im Sinne einer intellektuell gestützten Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft noch Wachstum erzielt. Wenn die Bundesregierung auch noch diesen Zweig entmutigen und zu Zukunftspessimismus zwingen möchte, wird der Arbeitsmarkt auch auf diesem Sektor weitere Freistellungen erfahren.

Der Bundesverband der Freien Berufe appelliert eindringlich an die Bundesregierung, mit solchen Vorschlägen sorgfältiger umzugehen, da sie das Klima für Gespräche belasten und eine negative psychologische Auswirkung mit wirtschaftlichen Folgen verheerender Art haben.

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