Redaktion  || < älter 2002/0830 jünger > >>|  

Wie teuer darf das Traumhaus sein?

(25.9.2002) Viele Deutsche träumen von den eigenen vier Wänden. Die Finanzierungssituation ist derzeit gut: Mit einer Effektivverzinsung von rund 5,5 Prozent sind Hypothekenkredite mit einer Laufzeit von zehn Jahren bei den privaten Geschäfts- und Hypothekenbanken im Schnitt sehr günstig zu bekommen (Stand: September 2002). So niedrig waren die Zinsen zuletzt 1999. Damit liegen die aktuellen Konditionen fast zwei Prozentpunkte unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Derzeit kostet ein Hypothekenkredit über 200.000 Euro mit zehnjähriger Zinsbindung pro Monat etwa 1.100 Euro inklusive ein Prozent Tilgung. Vor zehn Jahren musste ein Bauherr dafür rund 1.700 Euro bezahlen. Es ist also sinnvoll, sich die derzeitigen Konditionen durch eine langfristige Zinsbindung von mindestens zehn Jahren zu sichern.

Trotz günstiger Finanzierungsbedingungen, Häuslebauer sollten nicht zu knapp kalkulieren. Die Gefahr, sich bei der Erfüllung des Eigenheimwunsches zu übernehmen, ist bei unrealistischer Planung hoch. So müssen auch Kosten berücksichtigt werden, die im Kaufpreis nicht enthalten sind, zum Beispiel für Notar, Grundbucheintragung, Grunderwerbsteuer, Umzugskosten und eventuell Makler. Diese Anschaffungsnebenkosten können rund zehn Prozent des Kaufpreises erreichen. Wer Haus oder Wohnung selbst nutzen möchte, sollte daher über mindestens 20 Prozent Eigenkapital verfügen, besser sind 30 Prozent.

siehe auch: