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Bauarbeiter stimmen mit 89 Prozent für Annahme des Tarifergebnisses

(3.7.2002) Die Mitglieder der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) im Baugewerbe haben dem nach einer Woche Streik am vergangenen Dienstag (25.06.2002) erzielten Tarifergebnis in einer freiwilligen Urabstimmung mit 89,25 Prozent zugestimmt.

Auch die Bundestarifkommission für das Bauhauptgewerbe empfahl dem Gewerkschaftsvorstand am Mittwoch einmütig die Annahme.

Bis zum Ende der Erklärungsfrist am Donnerstag (04.07.2002, 16.00 Uhr) bleibt aber noch offen, ob der bisher nur ausgesetzte Streik nicht sehr bald wieder aufgenommen werden muss: "Es gibt keinen Frieden am Bau, wenn die Arbeitgeber in letzter Sekunde aus den noch nicht einmal unterschriebenen Tarifverträgen wieder ausbüxen sollten", erklärte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel am Mittwoch in Frankfurt.

"Die IG BAU hat bewiesen, dass sie kämpfen kann, auch wenn das vorher kaum jemand glauben wollte", so der Gewerkschaftschef. "Wir gehen davon aus, dass die Unternehmer das in den vergangenen zwei Wochen noch nicht vergessen haben." Wenn die Arbeitgeberverbände den von ihnen selbst vereinbarten Tarifkompromiss nicht halten könnten, werde der Streik von der IG BAU "zielgerichtet fortgesetzt", sagte Wiesehügel.

Unterdessen gehe der Arbeitskampf in tarifungebundenen Betrieben ohnehin weiter: Bei 32 dieser Firmen habe die Gewerkschaft bereits einen Erfolg erzielt. Entweder sei der Arbeitgeber dem Verband beigetreten oder habe einen Anerkennungstarifvertrag unterschrieben. Bei weiteren 14 Unternehmen stehe die IG BAU in konkreten Verhandlungen, die unmittelbar vor einem Abschluss stehen, sechs Betriebe werden aktuell bestreikt. Außerdem befinden sich noch über 300 Fliesenleger in Nordrhein im Ausstand für einen Akkordtarifvertrag.


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