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Bauwirtschaft: Keine durchgreifenden Veränderungen ersichtlich

(13.6.2002) Während sich die Nachfrage nach Bauleistungen in den alten Bundesländern als unverändert gegenüber dem Vormonat darstellt, wird die Situation in den neuen Ländern deutlich schlechter eingeschätzt. Das ergab die monatliche Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben für den Monat Mai 2002.

Die in den neuen Bundesländern in vergangenen Monaten ansatzweise gemeldete Aufhellung im Straßen- und Tiefbau kommt in der Monatsumfrage nicht mehr zum Ausdruck. Es werden alarmierend niedrige Auftragsbestände ausgewiesen: Sie sind im Tiefbau von 1,7 auf 1,1 und im Straßenbau von 1,7 auf 0,5 Monate zurückgegangen. Die Kapazitätsauslastung im Straßen- und Tiefbau verbleibt damit wie im Vormonat bei ca. 32%. Als Ursache wird hierbei auf die mangelnde Finanzkraft der kommunalen Auftraggeber verwiesen. Der Wohnungsbau weist Bestände auf niedrigem Niveau von 1,3 Monaten aus.

In den alten Bundesländern verbleiben die Bestände auf unverändertem Niveau: Hochbau 1,9 Monate, Tiefbau 1,7 Monate und Straßenbau 1,5 Monate. Die Auslastung im Hochbau liegt durchschnittlich bei 55%; regional sehr unterschiedlich mit Schwankungsbreiten von bis zu ±20%. Im Tiefbau beträgt die Kapazitätsauslastung 58% und weist weniger Schwankungen auf.

Aus den Unternehmen in den alten wie neuen Bundesländern wird verstärkt von Personalabbau berichtet. Nur aus dem Bereich der Zimmerer in den alten Bundesländern kommen Meldungen über gestiegene Bautätigkeit, Nachfrage und steigenden Personalbestand.

Für Baubehinderungen wird in den alten Bundesländern vermehrt Facharbeitermangel benannt. Hierfür gibt es in den neuen Ländern keine Anzeichen. Wie in den vorangegangenen Monaten auch werden vor allen Dingen Zahlungsverzögerungen als Hauptursache von Baubehinderungen ausgewiesen.

Die andauernde unbefriedigende Wirtschaftslage mit in der Folge knappen Investitionsbudgets lässt nahezu ausschließlich Ersatzbeschaffungen zu.

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