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Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Antrag auf Insolvenz der Philipp Holzmann AG

(23.3.2002) Bundeskanzler Gerhard Schröder bedauert mangelnde Bereitschaft einiger Banken zur Einigung bei Philipp Holzmann und fordert möglichst weitgehenden Erhalt von Arbeitsplätzen Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärt zum Antrag auf Insolvenz der Philipp Holzmann AG:

"Die Bundesregierung bedauert außerordentlich, dass das von der großen Mehrheit der kreditgebenden Banken mitgetragene Stabilisierungskonzept für die Philipp Holzmann AG, das die Grundlage für eine anschließende Sanierung sein sollte, von drei Banken nicht mitgetragen wurde.

Ich hätte mir einen anderen Ausgang der Bankengespräche gewünscht. Nach meinen Informationen standen die für die Stabilisierung notwendigen Aufwendungen in keinem Verhältnis zu den Schäden, die durch die Insolvenz entstehen können. Im Interesse des Unternehmens, das in einem schwierigen bauwirtschaftlichen Umfeld große Fortschritte bei der Restrukturierung des Unternehmens und beim Schuldenabbau erzielt hat, hätte ich einen Kompromiss zum Erhalt von Holzmann begrüßt. Dies gilt um so mehr, als die Arbeitnehmer große Opfer gebracht haben, um Philipp Holzmann eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive zu verschaffen.

Ich erwarte, dass nun alle Möglichkeiten der neuen Insolvenzordnung genutzt werden, in dem nun anstehenden Insolvenzverfahren möglichst viele Arbeitsplätze bei der Philipp Holzmann AG sowie bei den mittelständischen Bauunternehmen und Handwerkern, die als Nachunternehmer für Philipp Holzmann tätig sind, zu erhalten."

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