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Wohnen ohne Hindernisse: Vorausschauend Bauen und Renovieren

(1.3.2002) Ein Unfall, eine Krankheit, älter werden - letzteres ist gewiss; ob man gesund und fit bleibt, nicht. Wer ein Haus baut oder seine Wohnung renoviert, sollte deshalb vorausschauend planen und dabei auch an die Bedürfnisse der Kinder denken. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat Hinweise für barrierefreies Wohnen zusammengestellt, die auch den normalen Alltag für alle Familienmitglieder komfortabler machen.

Statistisch gesehen lebt nur ein geringer Prozentsatz der über 60-Jährigen in Alters- oder Pflegeheimen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, so lange wie mögliche ohne fremde Hilfe im eigenen Zuhause zu leben, ist eine Wohnung ohne Barrieren. Deswegen sollte man möglichst früh an die Alterstauglichkeit einzelner Räume wie Küche und Bad, aber auch auf Fußböden und Einrichtung achten. Der ideale Zeitpunkt ist die Planung des Eigenheims, aber auch eine anstehende Renovierung ist eine gute Gelegenheit, das eigene Zuhause alters-, behinderten- oder kindgerecht umzugestalten.

Funktionale und attraktive Lösungen

Niemand möchte im Alter unbequemer leben, sondern sein Zuhause erst recht so komfortabel wie möglich genießen. Jede unter diesem Aspekt in die Zukunft gerichtete Planung kann attraktiv und individuell umgesetzt werden. Ineinander übergehende Räume mit einheitlich gestaltetem Fußboden etwa vermitteln mehr Großzügigkeit und bieten mehr Bewegungsfreiheit. Eine bodenbündige Duschwanne, rutschhemmende Fliesen im Badezimmer oder Schränke mit Schiebe- statt Schwingtüren sorgen nicht nur im Alter, sondern auch schon in jungen Jahren für mehr Sicherheit und Komfort.

Behindertengerechter Komfort

In der Küche erleichtern hoch eingebaute Elektrogeräte wie Backofen, Kühlschrank und Geschirrspüler das Bedienen. Ein Bereich mit Beinfreiheit vereinfacht nicht nur gehandikapten Menschen den täglichen Umgang mit Töpfen und Pfannen. Für Rollstuhlfahrer und Kleinwüchsige unterstützen herunterfahrbare Hochschränke, höhenverstellbare Arbeitsplatten mit Spüle und Kochfeld sowie auf der jeweiligen Reichhöhe füllbare Paternosterschränke das Handling im Küchenbereich.

Beim Kauf eines Bettes sollte man in jedem Alter auf hochwertige Verarbeitung und gute Matratzen achten. Und auf die richtige Höhe: 48 bis 60 cm machen das Aufstehen und Bettenmachen für alle leichter und angenehmer. Bettlägerige Menschen brauchen technische Hilfe, um möglichst viele Dinge eigenständig ausführen zu können. Eine praktikable Lösung bietet hier ein rollbarer Funktionsnachttisch, mit dem sich über Tastschalter das Licht regulieren, Fenster und Türen öffnen oder die Rollläden schließen lassen.

Als Experten zu diesem Thema beweisen sich auch die Fachleute des Technologie-Zentrums Holzwirtschaft in Dortmund, deren Informationen unter www.barrierefrei-wohnen.de abgerufen werden können.

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