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RDM warnt vor Kürzung der Eigenheimzulage

(20.2.2002) Der Ring Deutscher Makler warnt dringend vor einer Kürzung der Eigenheimförderung, wie sie jüngsten Presseberichten zufolge vom Bundesfinanzministerium angestrebt wird. Eine solche Kürzung hätte nach Ansicht des Verbandes drastische Auswirkungen auf die ohnehin schwache Baukonjunktur und die gesamte Immobilienbranche. Der Erwerb von Wohneigentum wäre bei einer weiteren Kürzung der Förderung für Bezieher mittlerer und niedriger Einkommen kaum noch finanzierbar.

Bereits im Jahr 1999 hatte die Bundesregierung die Eigenheimförderung drastisch gekürzt, was zu einem spürbaren Einbruch der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen geführt hat. Derzeit wird der Neubau von Eigenheimen über acht Jahre mit höchstens 2.556 Euro jährlich gefördert. Beim Erwerb bestehender Immobilien erhalten die Käufer die Hälfte. Pro Kind erhöht sich die Zulage um 767 Euro.

Die Einkommensgrenzen liegen für Ehepaare bei einem Gesamteinkommen in Höhe von 163.614 Euro innerhalb von zwei Jahren vor Antragstellung, für Singles bei 81.807 Euro. Für jedes Kind erhöht sich die Grenze um 30.687 Euro. Insgesamt investiert der Staat jährlich etwa zehn Milliarden Euro in die Eigenheimförderung. Die jetzt diskutierte erneute Kürzung der Förderung steht im Zusammenhang mit den Zusagen der Bundesregierung an die Europäische Union, bis 2004 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen und den damit verbundenen notwendigen Sparmaßnahmen.

Ebenso kritisch wie eine weitere Kürzung der Zulage betrachtet der RDM eine Gleichstellung der Neubauförderung mit dem Erwerb bestehender Immobilien. Die Pläne der Bundesregierung, Investitionen in bestehende Immobilien stärker zu unterstützen, dürfen nach Auffassung des Verbandes nicht zu Lasten der Neubauförderung gehen. Diese muss mindestens in ihrer jetzigen Höhe bestehen bleiben, wenn sie eine positive Auswirkung auf die Baukonjunktur und die Immobilienbranche zeigen soll.

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