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Pfusch am Bau verursacht bundesweit Milliarden-Schäden

(12.2.2002) Pfusch am Bau soll trotz des deutlich gesunkenen Bauvolumens weiter zugenommen haben - so die  Erkenntnisse von Ingenieuren in Deutschland: So stellt z.B. Wilfried Mollenhauer, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer, fest, dass mangelhafte Bauausführungen im vergangenen Jahr bundesweit Schäden von über 4,1 Milliarden Euro verursacht hätten. Dieser Einschätzung schließt sich auch Prof. Axel C. Rahn von der Baukammer Berlin an: "Der Pfusch ist enorm gestiegen".

Als Ursache für den Pfusch hat man die geringere Beschäftigung von Baufacharbeitern ausgemacht, denn aus Kostengründen würden verstärkt ungelernte Kräfte eingesetzt, die von der Sache nichts verstünden und auch mit den Materialien nicht richtig umgehen könnten.

Als Hauptmängel nannte Mollenhauer:

  • alle Formen der Abdichtung von Gebäuden,
  • fehlerhaftes Mauerwerk,
  • falsche Verarbeitung bei Beton,
  • Beschädigung tragender Elemente zum Beispiel bei der Kabelverlegung,
  • Dichtungsprobleme durch unsachgemäßes Einsetzen von Fenstern und Türen,
  • nicht abgestimmte Materialverwendung bei Maler- und Putzarbeiten,
  • mangelnder Frostschutz.

Weitere erhebliche Schäden entstünden durch Schwarzarbeit und fehlende Baubetreuung.

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