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Ein Viertel aller Fertighaus-Hersteller sollen „auf der Kippe stehen“

(29.1.2002) Weil der Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser stark eingebrochen ist, "sind die Folgen für die Fertighausbranche dramatisch" - so Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau gegenüber dem "Handelsblatt". Klaas geht davon aus, dass allein in diesem Jahr etwa ein Viertel aller Hersteller werden aufgeben müssen. (Derzeit sollen sich in der Branche etwa 300 Anbieter tummeln).

Dass eine Entspannung des Wohnungsmarktes nicht in Sicht sei, bestätigt auch Heiko Stiepelmann. Der Geschäftsführer des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie rechnet für 2002 mit weiter rückläufigen Baugenehmigungen: Allein in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres wurden mit 150.000 Ein- und Zweifamilienhäusern 15 % weniger Baugenehmigungen erteilt als ein Jahr zuvor. "Mit einem Marktanteil von 14 Prozent ist die Fertighausbranche von dieser Entwicklung stark betroffen", rechnet Klaas dann auch vor, und er macht die exorbitant gestiegenen Baulandpreise für die Zurückhaltung der potenziellen Häuslebauer verantwortlich. "Die Stadtflucht der vergangenen Jahre hat dazu geführt, dass die Baulandpreise inzwischen auch in den Einzugsgebieten der Ballungszentren stark gestiegen sind. Sie liegen heute für ein 500 qm großes Grundstück zwischen 250.000 Euro und mehr als 1 Mill. Euro“.

"Geht die Zahl der Baugenehmigungen weiter zurück, wird der Arbeitsmarkt zusätzlich belastet und die Zahl der Insolvenzen steigt", zeigt sich Klaas besorgt, zumal die die Überkapazitäten in der Branche so hoch seien, dass Preissteigerungen am Markt vorerst nicht durchgesetzt werden könnten.

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