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Mertens: Architektur und Baukultur - ein konstituierendes Element von Stadt und Gesellschaft

(18.1.2002) "Architektur und gebaute Umwelt bestimmen das tägliche Leben aller Bürgerinnen und Bürger in erheblichen Maße. Sie gestaltet und verändert unsere natürliche Umwelt und prägt unseren Lebensraum und unser Umfeld", sagte Angelika Mertens, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen auf dem elften Neujahrsempfang des BDA in Hamburg.

Es komme darauf an, die öffentlichen Räume, die Verkehrswege und auch die Landschaften, so zu gestalten, dass wir uns darin wohl fühlen. Daher ist gute Gestaltung ein Grundbedürfnis. Um diese zu erreichen müssen dafür im ständigen Dialog aller Beteiligten gemeinsame Werte formuliert werden, so Mertens.

Es gehe dabei nicht um Vorgaben oder starre Richtlinien. Baukultur ist der Prozess der Herstellung und des Umgangs aller mit der gebauten Umwelt. In Ihrer Rede hob die Staatssekretärin dafür die wichtigsten Grundsätze hervor:

  • Für die europäische Stadt ist der öffentliche Raum ein wesentliches, stadtbildendes Element, auf dessen Gestaltung, Nutzung und Vernetzung Gewicht gelegt werden muss.
  • Das stelle eine Herausforderung an Planer und Bauschaffende dar, Qualität mit tragbaren Kosten zu verknüpfen.
  • Gebaute Umwelt ist auch ein nationales Markenzeichen. Das hat über den kulturellen Aspekt hinaus vor allem auch einen ökonomischen.
  • Baukultur ist eine Angelegenheit, die alle Ebenen angeht. Wir gewinnen die Zukunft im föderativen Staatsaufbau nur dann, wenn jede Ebene dort aktiv ist, wo sie die besten Handlungsmöglichkeiten hat.
  • Baukultur manifestiert sich vor allem auch in der Planungs- und Verfahrenskultur. Sie wird bestimmt wird durch den Willen zur Qualität, durch qualitätsstützende Verfahren sowie eine hohe Integrations- und Kommunikationsleistung.

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