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Bauhauptgewerbe in Hessen ohne Euphorie: Deutlicher Nachfragerückgang im Oktober

(13.12.2001) Das hessische Bauhauptgewerbe befindet sich weiter in einer schwierigen Situation. Im Oktober dieses Jahres erhielt es nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes mit 485 Millionen Mark ein Viertel weniger Aufträge als vor einem Jahr. In den ersten zehn Monaten gab es insgesamt einen Rückgang von 3,3 Prozent auf 6,35 Milliarden Mark. Hierbei haben einige Großaufträge in den zurückliegenden Monaten ein schlechteres Ergebnis verhindert.

Als relativ stabil erwies sich im Beobachtungszeitraum der gewerbliche und industrielle Hochbau, dessen Aufträge nur um 1,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Mark abnahmen. Dies gilt auch für den Straßenbau, dessen Aufträge um 1,9 Prozent auf 1,05 Milliarden Mark zurückgingen. Kräftige Einbußen verzeichnete dagegen der Wohnungsbau mit einem Rückgang um zwölf Prozent auf 730 Millionen Mark.

Bei den baugewerblichen Umsätzen reichte es von Januar bis Oktober 2001 zu einer geringen Zunahme um 0,6 Prozent auf 6,75 Milliarden Mark.

Die schwache Nachfrage und die starke Konkurrenz mit der für die Betriebe unbefriedigenden Preissituation führten zu ausgeprägten Rationalisierungen. Die Beschäftigtenzahl im hessischen Bauhauptgewerbe lag im Durchschnitt der Monate Januar bis Oktober 2001 mit 33.400 um 6,9 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bereits zwischen 1996 und 2000 hatte die Beschäftigung um mehr als 30 Prozent abgenommen.

(Hinweis: Alle Zahlen beziehen sich auf Betriebe mit 20 oder mehr tätigen Personen.)

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