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BDZ: Talsohle auch 2002 noch nicht durchschritten - Zementindustrie setzt jetzt auf den Tiefbau

(11.12.2001) Für Dr. Michael Weißenborn, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Zementindustrie e.V. (BDZ), Köln, ist das sich jetzt zum Ende neigende Jahr 2001 für die deutschen Zementhersteller schlechter verlaufen als zum Jahresbeginn erwartet. Vor allem der starke Einbruch im Wohnungsbau machte den Zementherstellern zu schaffen.

Für das Jahr 2001 rechnet der BDZ abschließend mit einem Rückgang des Zementverbrauchs von insgesamt 12 bis 13 Prozent (2000 betrug der Zementverbrauch rund 38 Millionen Tonnen).

Positivere Signale kommen allerdings derzeit vom Wirtschaftsbau. Weißenborn: "Da die Attraktivität von Sachanlagen derzeit wieder zunimmt und außerdem bei niedrigen Zinsen günstige Finanzierungen möglich sind, könnte es in Westdeutschland schon bald zu einem Auftragsschub im Wirtschaftsbau kommen. In Ostdeutschland ist dagegen aufgrund der hohen Leerstände noch nicht mit einer Belebung zu rechnen.

"Im Tiefbau sei die Situation zur Zeit vergleichsweise günstig, vor allem da der Bund für den Ausbau der Fernstraßen in den letzten Jahren kräftig investiert habe. Hier erhofft sich die Zementindustrie einen größeren Absatzmarkt für die Zukunft. Weißenborn: "Wir werden gerade die Entwicklung im Tiefbau intensiv beobachten, denn in diesem Bereich wird mit mehr als 36 Prozent die größte Zementmenge verbraucht. Das waren 2001 immerhin 13,1 Millionen Tonnen. Damit hat der Tiefbau für uns in etwa die Bedeutung des Wohnungsbaus. Und im Gegensatz zum Wohnungsbau sehen wir hier für die Zukunft eine steigende Tendenz."

Ein Ende der Talfahrt sei aber noch nicht in Sicht. Weißenborn: "Auch im Jahr 2002 werden wir die Talsohle noch nicht durchschritten haben. So, wie es derzeit aussieht, müssen wir auch im nächsten Jahr mit einem Rückgang des Zementverbrauchs in der Größenordnung von 3 bis 4 Prozent rechnen."

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