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Bundesarchitektenkammer e.V.: Baukulturbericht als Motor für Bewusstseinswandel

(29.11.2001) Als wichtigen Impuls begrüßte Peter Conradi, Präsident der Bundesarchitektenkammer (BAK), am 28. November den Statusbericht zur Baukultur. Auf der Basis einer umfassenden Analyse schlägt Gert Kähler in dem Bericht konkrete Maßnahmen für die Baukultur vor. Der Autor wird seinen Bericht am 5. Dezember in Köln der Öffentlichkeit vorstellen.

Conradi nutzte die Eröffnung der Ausstellung "Architekturpreise Sachsen-Anhalt 1995-2001" im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) für eine Zwischenbilanz zur Initiative Architektur und Baukultur: "Die beteiligten Partner haben im zurückliegenden Jahr einen Bewusstseinswandel in Gang gesetzt. Unter früheren Regierungen wurde alle paar Jahre ein Bauschadensbericht vorgelegt. Jetzt wird es zum ersten Mal einen Statusbericht zur Baukultur geben."

Ziel des Berichts sei es, das Thema Baukultur von der Fachöffentlichkeit zum allgemeinen Publikum zu bringen. Conradi mahnte: "Allerdings ist das Reden über Baukultur kein Selbstzweck, und die Präsentation des Berichts darf nicht das Ende der Initiative sein. Es müssen überprüfbare politische Taten folgen."

Einige Ergebnisse der Initiative seien schon sichtbar: "Wir Architekten freuen uns über eine Stärkung offener Wettbewerbe durch das BMVBW", so Conradi. Andere Institutionen wie das Verteidigungsministerium müssten jetzt nachziehen: "Es ist nicht in Ordnung, dass Scharping ohne Beteiligung des Parlaments bundeseigene Immobilien von einer privatrechtlichen Gesellschaft namens GEBB verplanen und vermarkten will."

Auch die BAK habe dauerhafte Ergebnisse der Initiative Architektur und Baukultur geschaffen. Als Beispiele nannte Conradi das Berliner Architekturquartett, den Aufbau des Netzwerkes Architekturexport (NAX) und das vom Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien gestiftete Taut-Stipendium. Das Verdienst der Architektenkammern der Länder sei die Regionalisierung der Initiative.

Conradi rief dazu auf, die Anstöße fortzupflanzen: "Es gibt noch viel zu tun."

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