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VDM: Wachsende Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Ballungsgebieten

(9.10.2001) Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen nimmt in den meisten Ballungsgebieten stetig zu. "Die Ursachen dieser Wende am Wohnimmobilienmarkt liegen auf der Hand", erläutert der Vizepräsident und Pressesprecher des Verbandes Deutscher Makler (VDM), Erich Hildenbrandt. In den letzten Jahren sei trotz recht vieler Immobilienkäufe die Nachfrage nach Eigentumswohnungen relativ schwach gewesen. Gleichzeitig hätten Einfamilienhäuser einen regelrechten Boom erlebt, weil sich angesichts äußerst niedriger Zinsen und günstiger Preise viele zum Kauf eines Einfamilienhauses - sei es freistehend, als Reihenhaus oder Doppelhaushälfte - entschlossen hätten. Wer eine Wohnung zur Miete suchte, fand diese, so dass sich hier niemand zum Erwerb einer eigenen Wohnung gezwungen sah. Zudem hielten sich Anleger zurück, weil sie angesichts des ausreichenden Angebots an Mietwohnungen fürchteten, keine Mieter zu finden. Ein Übriges habe der Aktienboom getan, der dafür sorgte, dass zahlreiche Investoren - von Medienberichten bestärkt - nicht mehr an die Wertsteigerung von Immobilien glauben mochten.

"Mittlerweile haben sich diese Faktoren gewendet", berichtet der VDM-Sprecher. Steigende Baulandpreise verteuerten Einfamilienhäuser, von denen nach ihrem Boom immer weniger angeboten werden. Viele müssten daher als Alternative auf eine Eigentumswohnung ausweichen. Ein immer knapperes Angebot an Mietwohnungen in Ballungsgebieten zwinge manchen Mieter zum Kauf eigener vier Wände. In dieser Nachfragesituation bei rückläufigem Wohnungsangebot müssten Anleger heute nicht mehr befürchten, keine Mieter zu finden. Zudem sei in vielen Medien nachzulesen, dass Immobilien mit ihrer Rendite langfristig selbst Aktien schlagen können.

Dass teilweise um 25 Prozent zurück gegangene Baugenehmigungen und in der Folge ebenso dramatisch reduzierte Fertigstellungen bei stetig steigender Zahl der Haushalte zu "Preissteigerungen wie Anfang und Ende der 80er-Jahre führen können, ist fast zu befürchten", konstatiert Hildenbrandt. Während der Immobilienpreiswelle 1986 habe die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt bei minus 0,1 Prozent gelegen. Heute sei selbst bei moderater Inflation von dieser Seite mit einem zusätzlichen Preisschub zu rechnen.

"Was wir schon lange angekündigt haben, tritt jetzt ein und lässt viele Experten bereits von einer Wohnungsnot sprechen", erklärt der VDM-Vizepräsident. Dies werde sich nachhaltig auf Preise und Mieten auswirken. Wer sich noch vor einem zu erwartenden starken Preisanstieg Wohneigentum zulege, bleibe davon unberührt. "Investoren können sich freuen, denn die Wertsteigerung ihrer Anlageimmobilie ist programmiert."

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