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Unternehmen schlampen bei Klimaanlagen

(5.10.2001) Wie die "Ärzte-Zeitung" unter Berufung auf das Institut für Lufthygiene in Berlin berichtet, sind Klimaanlagen wahre "Dreckschleudern", die über die Luft gefährliche Keime und Mineralfasern in Büros und Wohnungen verbreiten. Eine Ursache ist die mangelhafte Wartung der Anlagen durch die Unternehmen oder Vermieter. So würden beispielsweise die Filter zu selten ausgetauscht, die Anlagen zu selten kontrolliert. Die Folge sind Löcher in der Dämmung, aus denen Mineralfasern in die Anlage gelangen, die wiederum über die Luft verbreitet werden. Keime entwickeln sich vor allem im feuchten Umfeld der Anlagen.

Bei einer bundesweiten Untersuchung von 1500 Anlagen wies das Institut in 75 Prozent der Anlagen, die über einen Befeuchter verfügten, eine hohe Konzentration von Keimen nach. Verschiedene Erkrankungen wie das "Sick-Building-Syndrom", Infektionen der Atmungsorgane oder die Legionellose werden mit Klimaanlagen in Verbindung gebracht. Viele Mängel könnten durch eine regelmäßige Wartung vermieden werden, sagen Experten. Leider werde eine seit drei Jahren gültigen Richtlinie nicht umgesetzt.

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