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Brandschutz für Kinder muß durch Rauchmelder verbessert werden: Children's Health Support beantragt Ermittlungsverfahren gegen das Land Hessen

(25.7.2001) Nach dem tragischen Brand in Wildeck-Bosserode reagierte Childen's Health Support e.V. mit schweren Vorwürfen gegen die Landesregierung Hessen. Am 23.07.01 starben 2 Kleinkinder im Alter von ein und drei Jahren bei einem Wohnhausbrand. Diese Todesfälle, sowie 70% der Kindertodesopfer der letzten Jahre, wären durch die Installation von Rauchmeldern im Wohnbereich vermeidbar gewesen.

Zwischen 1987 und 1999 starben insgesamt 8.465 Personen bei häuslichen Bränden. Darunter waren 908 getötete Kinder, wovon 576 Kinder unter 5 Jahre alt waren. Diese tragischen Zahlen sind kein Zufall, so der Vorsitzende John Stifel, denn die Überlebenschance eines Kindes bei einem Brand ist gegenüber der eines Erwachsenen um die Hälfte reduziert. Er begründet diese hohe Gefährdung damit, dass die tödliche Dosis der Rauchgifte, um so schneller erreicht wird, je kleiner der kindliche Körper ist. Leider haben die Gesetzgeber sowie die verantwortlichen Staatlichen Behörden, so John Stifel, versäumt diese bedeutungsvolle Tatsache überhaupt zu berücksichtigen, in Bezug auf den Lebensschutz von Kindern.

Als einzige Deutsche Kinderschutzorganisation setzt sich Children's Health Support e.V. seit 1997 für eine gesetzliche Pflicht ein, die die Installation von Rauchmeldern im privaten Wohnbereich vorschreiben soll. Im August 1997, August 1999 und November 1999 erhielten alle Landesregierungen Gesetzespetitionen, die sich mit besserem Brandschutz durch die Früherkennungs-möglichkeit von Bränden befasst haben. Leider haben sich die Länder mit der Verbesserung des Brandschutzes nicht befassen wollen. Statt dessen, sagte John Stifel, wurden unsere Eingaben abgelehnt mit der Begründung, daß eine "Rauchmelderpflicht" überzogen sei.

Heute hat sich die Auffassung der Länder immer noch nicht geändert, obwohl mindestens 102 Kinder seit deren ablehnender Haltung getötet wurden; bereits in diesem Jahr starben bei 11 Bränden insgesamt 16 Kinder! Aus diesem Grund hat jetzt die Kanzlei Gutzeit & Pistorius aus Baunatal ein Ermittlungsverfahrung gegen die Hessische Landesregierung wegen Unterlassung und Untätigkeit der Politiker, eingeleitet.

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