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Bauboom in Norwegen - gute Chancen für hiesige Ingenieure und Architekten

(13.7.2001) Während der deutsche Planungsmarkt unter der Last der in der Nachwendezeit aufgebauten Überkapazitäten ächzt, werden in Norwegen händeringend Bauspezialisten gesucht. Angesichts unzureichender Ausbildungskapazitäten sehen sich die Skandinavier auch mittelfristig außer Stande, ihren Bedarf an qualifizierten Planern im eigenen Land zu decken.

Deutsch-norwegischen Kooperationen räumt deshalb der norwegische Ingenieurverband "Rådgivende Ingeniørers Forening ANS (RIF)" gute Chancen ein.

Sprachbegabten Dienstleistern bieten die boomende norwegische Bauwirtschaft und der Planermangel nahezu ideale Export- und Kooperationschancen. Möglichkeiten, die es nach Überzeugung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau angesichts der seit nunmehr acht Jahren andauernden deutschen Bauflaute unbedingt zu ergreifen gilt. Da die norwegische Wirtschaft zudem mittelständisch geprägt ist und 96% der Unternehmen weniger als zwanzig Mitarbeiter beschäftigen, empfiehlt sich dieser Exportmarkt auch für die von kleineren Ingenieurunternehmen gebildeten Bietergemeinschaften.

Grünes Licht für mittelständische Ingenieur-Partnerschaften kommt auch aus Oslo. Die norwegische öffentliche Hand (Statsbygg) hat bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit deutschen Ingenieuren und Architekten bei der Bau-, Stadt- und Verkehrsplanung bekundet. Auf eine Vielzahl unbekannter technischer Vorschriften und Regelungen dürften die Planer dabei kaum stoßen. Im Gegenteil: Die Anwendung europäischer Bau- und Planungsvorschriften erleichtert deutsch-norwegische Kooperationen.

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