Redaktion  || < älter 2001/0180 jünger > >>|  

Parkett zeichnet sich durch natürlichen Werkstoff aus - Original und Fälschung

(5.5.2001) Stilvolle Bodenbeläge aus Holz sind seit den prunkvollen französischen Renaissancebauten des 16. Jahrhunderts als hochwertiges und individuelles Mittel zur Innenraumgestaltung bekannt. Auch heute hat der Holzbelag, in Form von Parkett, auf Unterböden oder Dämmungen nichts von seiner Attraktivität verloren. Neben der 'Natürlichkeit' des Rohstoffs spielen vor allem die optischen und ästhetischen Möglichkeiten sowie seine positiven Materialeigenschaften eine entscheidende Rolle: Belastbarkeit und Renovierbarkeit.

Massivparkett besteht aus Vollholz mit einer Stärke zwischen 8 und 22 Millimeter. Das Mehrschichtparkett stellt eine Alternative dazu dar – die gleichzeitig dem bewussten Umgang mit den Ressourcen Rechnung trägt. Dieses verlegefertige Parkett wird aus zwei bis drei Holzschichten aufgebaut: Die sichtbare Oberfläche besteht aus einer hochwertigen Edelholzschicht. Die Mittellagen werden aus schneller nachwachsendem Nadelholz gefertigt. Zug und Gegenzug verleihen den Elementen hohe Formstabilität, Klimafestigkeit und Passgenauigkeit.

<---->
Ist ein Parkett beispielsweise dreischichtig aufgebaut, wird die sichtbare Oberfläche (1) von einer circa 3,6mm dicken Edelholzschicht gebildet. Als Mittellage (2) dienen robuste Fichte-Massivholzstäbchen. An der Unterseite sorgt ein Rückzugfurnier oder ein massiver Gegenzug für eine hohe Formstabilität der Elemente.   

Dem Erscheinungsbild von Parkett nur nachempfunden sind Laminatböden; in Material und Aufbau haben sie jedoch nichts miteinander gemein. Laminat ist eine vergleichsweise "junge" Produktentwicklung, die den typischen Charakter des natürlichen Vorbilds zu imitieren sucht. Es handelt sich dabei um einen Verbundwerkstoff aus drei Lagen, bestehend aus Span- oder Holzfaserplatten. Sie sind von mehreren in Kunstharz (Melaminharz) getränkten und überwiegend im Holz-Dekor bedruckten Papierschichten überzogen.

Wie die Föderation der Europäischen Parkett-Industrie (FEP) feststellt, macht sich der Unterschied zwischen 'Original' und 'Fälschung' unmittelbar durch ein anderes Gehgefühl bemerkbar: Beim Raum- und Trittschallschutz schneidet ein Holzbelag gut ab, während Laminat ein typisches 'Klacken' aufweist. Und nicht zuletzt in puncto Umweltverträglichkeit unterscheiden sich Echtholz- und Laminatböden deutlich von einander. Bei Verwendung einheimischer Holzarten und Versiegelung mit Naturharzsiegeln oder einem natürlichen Öl/Wachs-Finish weist Parkett eine sehr gute Öko-Bilanz auf.

Parkett ist jedoch nicht nur wieder verwertbar; nach jahrelanger hoher Beanspruchung oder bei flächiger Beschädigung kann die Oberfläche mehrfach – durch Abschleifen, Versiegeln und Ölen – wieder in einen optisch einwandfreien Zustand versetzt werden. So entspricht Parkett dem wachsenden Bedürfnis nach originären Produkten mit hoher ökologischer Wertigkeit. Wird dagegen eine Laminatoberfläche einmal, etwa durch das Herunterfallen eines schweren Gegenstandes, ruiniert, kann es nicht ausgebessert oder saniert werden.

Die Vorzüge von Holz eignen den Naturstoff als belastbaren Bodenbelag für nahezu jeden Einsatzbereich – vom privaten Eigenheim über öffentliche Gebäude bis hin zur Sanierung historischer Objekte. Ob Carré, Schiffsboden oder Landhausdiele – Fußbodendesign aus echtem Holz ist Ausdruck stilvoller und authentischer Wohnkultur mit positiven werkstoffeigenen und wirtschaftlichen Eigenschaften.

siehe auch:


zurück ...