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Klassische Unterhaltungselektronik wächst um fast 6 Prozent

(18.4.2001) Die Konsumelektronik-Branche ist erfolgreich ins neue Jahrhundert gestartet. Für Fernsehgeräte, Videorecorder, HiFi-Anlagen, Handys und PCs wurden im Jahr 2000 insgesamt 39,6 Milliarden DM und damit gut 16 Prozent mehr ausgegeben als im Vorjahr. Die klassische Unterhaltungselektronik (inklusive Videospiele) verzeichnet nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) eine Umsatzsteigerung von fast sechs Prozent auf 18,8 Milliarden DM. Um rund 20 Prozent kletterte der Umsatz für PCs und Peripherie auf 15,8 Milliarden DM. Den größten Sprung machte die privat genutzte Telekommunikation, die um 62 Prozent auf 5 Milliarden DM anwuchs.

Beim Blick auf die Stückzahlen erstaunt vor dem Hintergrund einer fast 99 prozentigen Haushaltsausstattung wiederum das fast dreiprozentige Plus für Farbfernsehgeräte. Erfreulich auch der Zuwachs (2%) beim Camcorder-Verkauf. Erwartet dagegen der jeweils dreiprozentige Rückgang bei Videorecordern und HiFi-Systemen. Auf dem Weg, alle Rekorde zu brechen, befindet sich der DVD-Spieler mit einem Plus von 250 Prozent. Auch Videospiele und -konsolen legten mit 22 Prozent ordentlich zu.

Motoren des CE-Gesamtbereichs sind nach wie vor die privat genutzte Telekommunikation sowie Heim-PCs. Überraschend ist die Verdreifachung des Absatzes von Mobiltelefonen auf 12.5 Millionen Stück, was zunächst auf die "Null-Nummern" zurückzuführen ist, mit denen diese Geräte im vergangenen Jahr massiv vergeben wurden. Außerdem spielt hier eine Rolle, dass erstmals auch der Kauf von Ausländerhaushalten in die Statistik eingeflossen ist. Etwas abgeschwächt zeigt sich der Absatz von PCs, doch auch sein Zuwachs bewegt sich mit gut zwölf Prozent noch im zweistelligen Bereich.

Wie in den vergangenen Jahren konnten die Umsätze mit der Absatzentwicklung nicht mithalten. Allerdings gibt es zwei beachtenswerte Ausnahmen: Bei PCs war die Umsatzsteigerung mit 25 Prozent z. B. doppelt so hoch wie der Absatzzuwachs. Dies ist eindeutig auf den erhöhten Ausstattungsgrad und Qualitätsanspruch zurückzuführen, der vor allem beim wichtiger werdenden Ersatzbedarf auftritt. Erklärlich ist auch der höhere Zuwachs bei Camcordern (+8%). Er basiert auf der Nachfrage nach den neuen hochwertigen Digitalgeräten.

Vergleicht man Stückzahlen und Umsätze, stellt sich erneut heraus, dass bei den wichtigsten Geräten ein Preisrückgang zu verzeichnen ist. Dies trifft vor allem auf Videorecorder zu, aber z. B. auch auf DVD-Spieler sowie auf Mobil- und Schnurlostelefone.

Unterm Strich bleibt allerdings ein sehr positives Ergebnis. Alle drei Bereiche - die klassische Unterhaltungselektronik, die privat genutze Telekommunikation und der Heim-PC-Absatz befinden sich auf Wachstumkurs. Das Ende der Fahnenstange - so die gfu - ist noch längst nicht erreicht. Auch für das laufende Jahr wird bei der Fülle attraktiver Innovationen mit einem deutlichen Plus gerechnet, wobei die Internationale Funkausstellung, die vom 25.August bis zum 2. September dieses Jahres in Berlin stattfindet, dem Markt zusätzlich neue positive Impulse vermitteln wird.