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Gesunde und umweltverträgliche Bodenbeläge - VERBRAUCHER INITIATIVE rät zu Naturstoffen

(18.4.2001) Der richtige Bodenbelag sorgt für Wohnlichkeit und ein angenehmes Raumklima. In vielen Haushalten steht deshalb im Frühjahr der Austausch der alten Böden an. Doch bei der Suche nach dem optimalen Belag haben Kunden die Qual der Wahl. Eine Broschüre der VERBRAUCHER INITIATIVE bietet Rat.

Glatte Bodenbeläge liegen im Trend. Seit Anfang der neunziger Jahre hat sich ihr Absatz um 50 Prozent auf über 200 Millionen Quadratmeter jährlich erhöht. Heute entscheidet sich jeder zweite Verbraucher in Deutschland für einen glatten Belag. Spitzenreiter sind dabei Keramik-Fliesen und Beläge aus PVC, die größten Zuwächse während der vergangenen zehn Jahre weisen dagegen Laminat-Böden auf.

"Neben Preis und Qualität spielen immer stärker auch gesundheitliche Aspekte eine Rolle," so Ralf Schmidt, Umweltreferent der VERBRAUCHER INITIATIVE. "Durch die Verwendung von Naturstoffen wie Stein, Keramik, Holz oder Kork können Gesundheitsgefahren minimiert werden. Auch Linoleum bietet sich als bauökologisch sinnvolle Alternative an."

Doch nicht jeder Naturstoff hält, was er verspricht. So sollte man beim Kork auf schadstoffgeprüfte Produkte zurückgreifen, während bei Holzböden vor allem auf deren Herkunft und die umweltgerechte Verarbeitung zu achten ist. Hilfreich ist dabei das FSC-Gütezeichen für umweltgerechte Waldwirtschaft. Wer Beläge aus Kunststoff bevorzugt, sollte nach Ansicht der Verbraucherschützer auf PVC verzichten und sich für chlorfreie Alternativen entscheiden.

Die Broschüre Glatte Bodenbeläge bietet kurz und knapp die wichtigsten Informationen zu Einsatzbereichen, Umweltbilanzen und gesundheitlicher Verträglichkeit der marktgängigen Materialien – vom Naturstoff bis zum Chemiecocktail. Sie ist für fünf Mark (Briefmarken oder Scheck; inkl. Versand) bei der VERBRAUCHER INITIATIVE, Elsenstr. 106, 12435 Berlin, erhältlich.

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