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Stichwort: Elektroschrott

(29.12.2000) In der Europäischen Union fallen jährlich rund 15 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Die entsorgten Geräte reichen vom Rasierapparat und Küchenmixer über Kühlschrank und Fernseher bis zum Computer und Drucker. Der weitaus größte Teil stammt dabei aus privaten Haushalten: Allein die deutsche Schrottmenge hätte aufgetürmt jährlich das vierfache Volumen der etwa 140 Meter hohen Cheops-Pyramide in Ägypten - schätzt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Noch landen mit dem Elektromüll wertvolle Rohstoffe wie Edelmetalle, sowie umweltgefährdende Substanzen wie Blei, Cadmium oder PCB auf Halden und in Verbrennungsöfen. Um die Entsorgung zu verbessern, wünscht die EU eine Rücknahmeverpflichtung der Hersteller nach dem Vorbild für Altautos.

Allerdings sind zum Beispiel Kühlschränke oder Waschmaschinen - die so genannte "weiße Ware" - oft so langlebig, dass die Hersteller nach Jahrzehnten nicht mehr existieren. Bei der kurzlebigeren "braunen Ware" gibt es Ansätze auf freiwilliger Basis. So nimmt die Firma Siemens alte Computer zurück, zerlegt sie oder repariert sie zur Abgabe an Schulen oder Heime. Viele kleinere Unternehmen scheuen jedoch die Kosten für die Rücknahme der mehreren Millionen PC, Bildschirme und Drucker.

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