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Saubere Sache: Lotos-Effekt von der Natur abgeschaut

(21.6.2000) Die faszinierende Verschmelzung von Biologie und Technik erleben die Besucher der EXPO 2000 in der "cyclebowl", dem Pavillon des Grünen Punktes. In vergangenen Tagen galt sie als heilig, und auch heute noch hat die Lotospflanze ungewöhnliche Geheimnisse zu bieten.

Jüngstes Beispiel: der so genannte Lotos-Effekt, den der Botaniker Wilhelm Barthlott entdeckt hat. Der Bonner Professor stellte fest, warum die Blätter der Pflanze immer sauber und trocken bleiben. Milliarden winzige, wachsbeschichtete Noppen auf der Oberfläche sorgen dafür, dass Schmutz­teil­chen auf ihnen keinen festen Halt finden und von Wassertropfen einfach mitgerissen werden, wenn diese über das Blatt rollen. Die technische Nachahmung solcher natürlicher Phänomene, kurz Bionik, revolutioniert unseren Alltag. Im EXPO-Pavillon des Dualen Systems entdecken die Besucher, was dank Bionik und Lotos-Effekt heute bereits machbar ist: Häuserfassaden, die mit spezieller Farbe gestrichen wurden und immer pflegeleicht bleiben, oder Autos, die mit klarem Wasser im Nu wieder sauber werden. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt.

Die cyclebowl befindet sich auf dem EXPO-Gelände West und ist bis zum 31. Oktober 2000 täglich von 9.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Seien Sie gespannt auf den stündlichen Tornado im verdunkelten Pavillon!

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