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Windanlagen-Hersteller suchen Test-Standorte für Groß-Generatoren

(7.6.2000) Einen Mangel an Testmöglichkeiten in Deutschland für die Weiterentwicklung der Windenergie-Technik haben Sprecher der Branche beklagt. Bei der am Mittwoch in Wilhelmshaven eröffneten 5. Deutschen Windenergie-Konferenz sagte der Leiter des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI), Jens Peter Molly, Großanlagen für den Off-Shore-Betrieb müssten zunächst an Land erprobt werden. Dafür gebe es jedoch derzeit keinen geeigneten Platz. Die von den Kommunen für Windenergie ausgewiesenen Flächen seien meistens von Investoren besetzt. Zwar stehe dagegen in Spanien ausreichend Testgelände für Prototypen zur Verfügung, aber Entwickler wie Hersteller Standorte würden "näher bei den Ingenieuren" bevorzugen.

In der Entwicklung befinden sich Anlagen mit einer Leistung von bis zu fünf Megawatt pro Generator und einem Rotor-Durchmeser von 112 Metern. Damit stoße die Industrie in eine neue Dimension vor. Der Geschäftsführer der Investitionsbank Schleswig-Holstein, Klaus Rave sagte, das neue Energie- Einspeisungsgesetz habe größere Planungssicherheit für die Branche geschaffen. Der Bau von Großanlagen lohne sich für die Hersteller allerdings nur in Serienfertigung. Bevorzugte Standorte seien daher Flächen auf See mit der Platzierung einer großen Zahl von Generatoren. In diesem Rahmen seien Windparks mit rund 200 Anlagen und einer Gesamtleistung von 1.000 Megawatt im Gespräch.

siehe auch: Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI), Investitionsbank Schleswig-Holstein


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