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BIM-4-Infra: BIM für Infrastrukturprojekte

(18.11.2016) Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) sind an einem neuen Großprojekt beteiligt, das die Einführung des digitalen Planens und Bauens vorbereiten soll. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Vorhaben „BIM-4-Infra“ mit zwei Millionen Euro bis Ende 2018. Die Projektleitung liegt bei der Initiative „Planen Bauen 4.0“, stellvertretend bei Prof. Dr. Markus König vom RUB-Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen. Das Forschungsvorhaben startete am 1. November 2016.

Zur Erinnerung: Am 15. Dezember 2015 hatte Verkehrsminister Alexander Dobrindt einen Dreistufenplan vorgestellt, mit dem BIM in seinem Zuständigkeitsbereich eingeführt und bis 2020 etabliert werden soll - siehe Baulinks-Beitrag „BIM soll bis 2020 (für Infrastrukturprojekte) stufenweise eingeführt werden“ vom 15.12.2015.

Einführung in Deutschland vorbereiten

Das BIM-4-Infra-Team soll die Einführung von BIM in Deutschland vorbereiten, und zwar für den Bau von Bundesfernstraßen und Bundeswasserstraßen. Das Forschungskonsortium erarbeitet zum einen Vorgehensweisen zur Einführung von BIM. Zum anderen begleitet es Pilotprojekte, in denen die BIM-Methoden getestet werden. Hierzu gehören einige wichtige Bundesfernstraßenprojekte sowie ein Ersatzneubau an der Schleuse Wedtlenstedt nahe Braunschweig.

Die Umstellung auf BIM erfordert, Planungsprozesse zu verändern und Organisationsstrukturen in Verwaltungen und bei weiteren am Bau Beteiligten anzupassen. Wie das gelingen kann, steht im Fokus des Projekts. Das BIM-4-Infra-Team entwickelt konkrete Leitfäden und Vorlagen und stellt diese für die breite Nutzung zur Verfügung.

Kooperationspartner

Das Konsortium besteht aus der Initiative „Planen Bauen 4.0“, dem RUB-Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen, dem Beratungsunternehmen AEC3 Deutschland, der Planungsgesellschaft Obermeyer und den Rechtsanwälten Kapellmann und Partner sowie verschiedenen Unterauftragnehmern.

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